16.8 SES – Beautiful British Columbia *Video!

Fast keine Zeit um übers Fliegen zu schreiben, vor lauter fliegen! 6.1 Stunden waren es heute. Ich war fast ständig gefordert und bin jetzt sehr, sehr müde. Jetzt aber doch noch ein Blogeintrag – in den nächsten Tagen werde ich genauso müde sein! Ein ehemaliger Flugschüler hat hier dieses Video gedreht. =) Enjoy!

Das ist, was ich jetzt mindestens fünf Stunden täglich mache. Hach, wäre es doch mein Beruf! Tom geht etwa drei Mal die Woche auf Fishing Patrol. Zusammen mit jemandem vom Fischereiamt fliegt er über 100 Meilen dem Fraser River nach. 500 feet and below! Genau das war mein Auftrag beim zweiten Flug heute. Ich musste von Vancouver nach Hope fliegen, alles dem Fluss entlang auf 200 Fuss (60m). Es war sehr anstrengend so tief zu fliegen und die Grundregeln einzuhalten (Don’t hit anything and don’t get lost.). Das Navigieren fiel recht schwer, weil man auf dieser Höhe das Big Picture schnell verliert. Ich habe aber wirklich gelernt, die Höhe konstant zu halten. Normalerweise machen Plus Minus 100 Fuss nichts aus, doch in 60m Flughöhe wären das 50% zu niedrig!

Bei Hope kehrten wir um und ich musste den Stave Lake finden und dort einen Flugplatz suchen. Dieser bestand bloss aus einer unbefestigten Strasse. Tom fragte mich wie lang die Piste sei. Ich antwortete: “15… 16 hundret feet?” – “How do you know? Are you guessing?!” Dann gab er mir einen Tipp. Ich solle mit einer Geschwindigkeit von 60 knots der Piste entlang fliegen und die Zeit stoppen. Beim nächsten Mal wusste ich nach 15 Sekunden, dass die Piste 1500ft lang war. Wens interessiert: eine Meile ist ca. 6000 Fuss, mit 60kts fliegt man deshalb 100 Fuss pro Sekunde.

Im Stave Lake blieben wir dann für eine Stunde und ich machte eine Landung nach der anderen. Ins Logbuch habe ich 16 Landungen geschrieben, aber eigentlich habe ich keine Ahnung, wieviele es wirklich waren. Viele jedenfalls!

Der Flug am Morgen war etwas entspannter, da die Bäume nicht auf meiner Höhe waren. Wir flogen nach Vancouver Island und landeten in drei Seen. Es war wunderschön! Die Luft war ruhig wie in der Nacht. Über dem Cowichan Lake, lernte ich in Tälern zu wenden und wir machten noch ein paar Landungen. Auf diesem Flug fiel mir auf, wie nett die Kanadier waren. Am Funk gaben alle ihre Position an und ich wusste stets, wer wo war. Auch im Kontakt mit dem Tower hörte ich viele Höflichkeiten. In den USA hörte ich fast ausschliesslich Standard-Phrasologie. Für mich war es zwar viel einfacher, da ich die Standardsprüche gut kannte, doch langsam lebe ich mich auch hier ein. Beim Rückflug fragte mich Tom aus. Ich musste Geschwindigkeiten vom Flugzeug wissen und Emergency Checklists aufsagen. Natürlich klappte das nicht ohne Fehler, deshalb meinte er, ich solle mich am Abend ins Flugzeug setzen und die Liste und Handgriffe durchgehen. Das habe ich jetzt auch getan. Jetzt weiss ich was zu tun wäre, wenns wirklich brennt und ich wüsste sogar, wo es am effektivsten wäre, mit dem Feuerlöscher hinzusprühen. 🙂

Die Cessna finde ich noch immer viel schwieriger zu fliegen, als die Super Cub. Die Höhe über dem Wasser ist schwieriger einzuschätzen und das Flugzeug reagiert nicht so schnell. Zudem habe ich das Gefühl, extrem grobmotorisch zu sein. Das hatte ich bisher nie beim Fliegen. Besonders zickig ist die Cessna auf dem Wasser bei hohem Tempo… Ich bin jedenfalls überzeugt, dass es mir, meinem Feingefühl und meiner Karriere gut tut, hier zu sein. Immer wieder habe ich das Gefühl, ich stünde noch ganz, ganz am Anfang.

Das Tüpfelchen auf dem i war heute, als ich im Anflug war und vor mir eine Beech 18 im Fluss landete. Wow, was für ein Anblick! =)

beech-18

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